Best Practice



Herr M. H. fährt die Straßenbahn - über "Jobbrücke"


Wer hat uns um Beratung ersucht?

Herr M. H. trat im September 2017 in unser Projekt "Jobbrücke PLUS" im Alter von 31 Jahren ein. Er kommt aus Syrien und besaß zum Zeitpunkt des Projekteintritts eine Aufenthaltserlaubnis nach §25,2 AufenthG. In seiner Heimat hat er Abitur gemacht und ein Jura-Studium aufgenommen. Für die Finanzierung musste er selbst sorgen und so arbeitete er in verschiedenen Bereichen u. a. in der Küche, auf dem Bau, im Verkauf und zuletzt als Helfer in einem Vermessungsbüro, Kriegsbedingt hat er sein Studium nicht beendet.


Der Beratungs- und Vermittlungsprozess

Herr M. H. absolviert bereits den B 2 Kurs, als er zu Jobbrücke PLUS kommt. Er sucht Unterstützung bei der Bewerbung für einen Arbeitsplatz. Auch sein Berufswunsch steht fest - Straßenbahnfahrer. Aber wie wird mann das in Deutschland? Die Jobmentoren bei Jobbrücke PLUS können das WIE schnell erklären, die Voraussetzungen passen: Führerschein und sehr gute Sprachkenntnisse sind vorhanden.

Die erste Anfrage im September 2017 bei der Halleschen Verkehrs-AG (HAVAG), ein Unternehmen der Stadtwerke Halle-Gruppe, bringt zunächst keinen Erfolg, da die Warteliste aufgrund der vielen Bewerber zu lang ist. Alternativen sind vielleicht Lokführer oder Berufskraftfahrer? Mit dem Jobcenter werden Finanzierungen für Umschulungen besprochen und Bewerbungen u. a. an die Deutsche Bahn AG verschickt. Sie wollen sein Abiturzeugnis sehen, welches noch im Anerkennungsverfahren ist.

Herr M. H. bewirbt sich im November 2017 bei den Magdeburger Verkehrsbetrieben, die Straßenbahnfahrer suchen. Im Januar 2018 hat er ein erfolgsversprechendes Vorstellungsgespräch. Doch wenige Tage später lädt ihn das Jobcenter Halle zu einer Infoveranstaltung bei den Stadtwerken Halle ein. Denn die haben eine deutschlandweit einmalige "Initiative für dauerhaft erwerbslose Hallenser" gestartet, die den Weg für Langzeitarbeitslose ebnen soll. Das sogenannte Projekt IDEH unterstützt Langzeitarbeitslose künftig mit einer intensiven Nachbetreuung bei der Rückkehr ins Arbeitsleben. Die Stadtwerke Halle sind Kooperationspartner von Jobbrücke PLUS - also wird gleich der Ansprechpartner angerufen: Was ist das für ein Projekt? Herr M. H. interessiert sich sehr dafür. Kann er teilnehmen und Straßenbahnfahrer werden? Schnell die Bewerbungsunterlagen fertig machen und da ausgerechnet jetzt die Bürotechnik streikt, bringt Herr M. H. sie persönlich zu den Stadtwerken.

Parallel absolviert er Sprachtest und Tauglichkeitsuntersuchung für die MVB in Magdeburg und erhält eine Zusage für einen Arbeitsplatz ab April 2018 für ein Jahr. Was soll er nun machen? Noch einmal Tauglichkeitsuntersuchung in Halle und warten, ob die HAVAG zusagt. Anfang März 2018 bekommt Herr M. H. die erhoffte Zusage und am 17. April einen Arbeitsvertrag für zwei Jahre bei den Stadtwerken Halle. Im Juli 2018 schließt er den 3-monatigen Lehrgang erfolgreich als Straßenbahnfahrer ab. An seinem 3. Arbeitstag lädt er die Jobmentorinnen von der AWO SPI ein und fährt mit ihnen die Straßenbahn über die Saale (Job)brücken. Was für eine Erfolgsgeschichte - Wir wünschen Herrn M. H. allseits gute Fahrt!


 

 

 


Wünsch dir was - Industriekaufmann statt Logistiker!?


Wer hat uns um Beratung ersucht?

Herr O. tratt am 09.02.2017 in unser Projekt
"Jobbrücke PLUS" im Alter von 24 Jahren ein. Er stammt aus Niger und besaß zum Zeitpunkt des Projekteintritts eine Aufenthaltsgestattung mit schlechter Bleibeperspektive. Die Erwerbstätigkeit war ihm nur mit Zustimmung der Ausländerbehörde gestattet. In Niger hatte er Abitur gemacht und anschließend eine dreijährige Ausbildung im Bereich Transportlogistik absolviert. Sowohl das Abitur-, als auch das Ausbildungszeugnis lagen bereits übersetzt vor. Berufserfahrung hatte er nur in Form eines einmonatigen Praktikums in Niger gesammelt. Zum Zeitpunkt der Aufnahme absolvierte Herr O. einen B1-Kurs.

Der Beratungs- und Vermittlungsprozess

In der Erstberatung wurde zusammen mit Herrn O. herausgearbeitet, dass eine Ausbildung im Bereich Spedition- und Logistik gut an seine bereits mitgebrachte Qualifikation anknüpfg. Es wurde empfohlen, bis zum Ausbildungsbeginn das Sprachniveau B2 anzustreben. Parallel zum Vermittlungsprozess wurde Herr O. zur Anerkennung seines Abschlusses an unseren Kooperationspartner, die Servicestelle IQ "Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung" ST Süd vermittelt.

Im weiteren Verlauf wurden Bewerbungen für Ausbildungen als Speditionskaufmann und Fachkraft für Lagerlogistik an verschiedene Unternehmen geschickt, oftmals auch vorab telefonisch angefragt. Ende März 2017 wurde unser Teilnehmer zu einem zweiten Vorstellungsgespräch bei der Firma relaxdays eingeladen und von einer Mitarbeiterin von Jobbrücke PLUS begleitet. Statt der Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik, auf die er sich beworben hatte, bot die Firma Herrn O. eine Ausbildung zum Industiekaufmann an, was für uns alle eine sehr erfreuliche Überraschung war. In dem Moment war Herr O. der glücklichste Mensch der Welt - er strahlte voller Freude. Der Ausbildungsvertrag wurde Anfang April unterzeichnet, seit 01.08.2017 macht Herr O. die Ausbildung zum Industriekaufmann.

Einer der größten Schwierigkeiten bei der Vermittlung von Herrn O. stellte sein ungeklärter Aufenthaltsstatus mit schlechter Bleibeperspektive dar. Diese Unsicherheit schreckte einige der kontaktierten Firmen ab, da sie keine Planungssicherheit hatten. Hinzu kam, dass selbst bei interessierten Unternehmen die erforderliche Zustimmung der Ausländerbehörde für die Ausbildung den Vermittlungsprozess stark verlangsamte und dadurch Unsicherheiten seitens der Firmen schürte. Trotz übersetzter Zeugnisse und guter Sprachkenntnisse war es sehr schwierig, das Vertrauen der Firmen hinsichtlich der Fach- und Sprachkompetenz unseres Teilnehmer zu gewinnen. Wir bekamen daher viele Absagen für unsere Bewerbungen, obwohl Herr O. bereits eine fundierte Qualifikation aus seiner Heimat mitgebracht hatte. Da der Anerkennungsprozess sehr lange dauert, mussten wir die Vermittlung ohne eine berufliche Anerkennung bewerkstelligen. Um diese Unsicherheiten abzufedern, waren persönliche Kontakte zu den Unternehmen besonders wichtig (Telefonate mit Ausbildungsverantwortlichen der Firmen, Begleitung des Teilnehmers zu Gesprächen...), wie auch regelmäßige, persönliche Beratungstreffen mit Herrn O. selbst, um trotz gelegentlicher Rückschläge (Ablehnung von Bewerbungen, lange Wartefristen bei Behörden...) seine Motivation zu stärken.

Alle Langwierigen Bemühungen haben sich am Ende gelohnt. Herr O. hat große Freude an seiner Ausbildung und das erste Jahr ist fast um - er besuchte uns vor einiger Zeit mit strahlenden Augen und lachendem Gesicht: "Mir geht es gut und ich bin sehr glücklich!" Beim Verabschieden von uns winkt er uns zu und sagte "Vielen Dank nochmal für alles, das werde ich nie vergessen." Wir haben ihm alles gute gewünscht und um ein Bild von ihm mit Abschlusszeugnis verlangt, um es auf unserer Hompage zu verewigen.






"Ausbildung und gute Bleibeperspektive - nicht nur in Sachsen-Anhalt"

Wer hat uns um Beratung ersucht?

Herr H. tratt am 19.07.2017 im Alter von 28 Jahren in unser Projekt "Jobbrücke PLUS" ein. Er stammt aus Damaskus (Syrien) und besaß zum Zeitpunkt des Projekteintritts bereits eine Aufenthaltserlaubnis. Eine Erwerbstätigkeit war ihm somit gestattet.

In Damaskus hatter er 12 Jahre die Schule besucht, diese jedoch nicht abgeschlossen bzw. keine Abschlüsse oder Zeugnisse vorlegen können. Nach der Schule hat er eine Weile in Saudi Arabien im Verkauf und in der Herstellung von Parfümen gearbeitet und bis 2015 auch als Schweißer in verschiedenen KFZ-Werkstätten in Damaskus gejobbt. Nachdem er 2015 nach Deutschland kam, lebte Herr H. einige Monate in Roßwein in der Nähe von Dresden, machte den Führerschein der Klasse B und absolvierte bis zum Eintritt in unser Projekt und seienn Umzug nach Magdeburg, den Integrationskurs beim Internationalen Bund in Aschersleben, wo er das Sprachneveau B1 erreichte.


Der Beratungs- und Vermittlungsprozess

Die größten Schwierigkeiten mit der deutschen Sprach hatte Herr H. beim Schreiben und Sprechen. Wobei es gerade beim Sprechen häufig nur eine Frage anfänglicher Unsicherheit und Überwindung war. Im Verlauf der Orientierungsgespräche gelang es ihm immer mehr Selbstvertrauen und sicherheit beim Sprechen zu entwickeln. Gemeinsam kamen wir zu dem Entschluss, das eine Ausbildung als Schweißer bzw. eine Ausbildung in verschiednen Schweißverfahren eine realistische und erstrebenswerte berufliche Option darstellt, da er hier schon entsprechende Vorkenntnisse besitzt. Daher vereinbarten wir einen Vorstellungstermin bei der Schweißtechnische(n) Lehranstalt in Magdeburg (SLM gGmbH). Dort reichten wir die zuvor erstellten Bewerbungsunterlagen für die Ausbildung ein und besprachen mit dem Leiter der praktischen Ausbildung vor Ort die Vorhaben, Wünsch und Perspektiven von Herrn H. Bei einem Rundgang durch die Ausbildungshallen der Lehranstalt zeigte der Ausbildungsleiter Herrn H. die Räumlichkeiten und erklärte, was es bedeutet bei der SLM gGmbH Ausbildungen in verschiedenen Schweißtechniken zu absolvieren. Hierbei gelang es Herrn H. den Ausbildungsleiter von seinen Vorkentnissen zu überzeugen, da er auf Fragen konkret die Unterschiede und Besonderheiten einzelner Schweißtechniken benennen konnte und auch wusste, was an bestimmten Stationen zu tun sei.

Am Ende des Rundgangs teilte uns der Ausbildungsleiter mit, das er die Voraussetzungen für erfolgreiche Ausbildungen in verschiedenen Schweißtechniken bei Herrn H. definitiv erfüllt sieht. Allerdings sei die Ausbildung nur möglich, wenn das Jobcenter die Finanzierung der Ausbildung übernimmt. Anfangs war ds Jobcenter nicht von den Sprachkenntnissen Herrn H´s überzeugt und setzte als Bedingung für die Finanzierung der Ausbildung das erreichen des Sprachniveus B2 voraus. Nach erneuten Terminen und zusätzlicher Überzeugungsarbeit wurde die Finanzierung der Ausbildung jedoch, trotz B1 Niveau, übernommen und Herr H. absolviert nun ganztägig von Montag bis Freitag Ausbildungen in verschiedenen Schweißverfahren bei der SLM gGmbH in Barleben. Nach erfolgreichem Abschluss ist er dann in der Lage, als ausgebildeter und geprüfter Schweißer Anstellungen auf dem 1. Arbeitsmarkt zu finden.






"Ausbildung und gute Bleibeperspektive - nicht nur in Sachsen-Anhalt"

Wer hat uns um Beratung ersucht?

Herr A. trat am 19.08.2015 in unsre Projekt "Jobbrücke PLUS" im Alter von 24 Jahre ein. Er stammt aus Enitrea und besaß zum Zeitpunkt des Projekteintritts eine Aufenthaltsgestattung. Die Erwerbstätigkeit war ihm nur mit Zustimmung der Ausländerbehörde gestattet.

In Eritrea hatte er Abitur gemacht und anschließend ein dreijähriges Studium im Fach Wirtschaftsinformatik absolviert. Das Abitur- und das Bachelorzeugnis lagen vor, jedoch nicht übersetzt. Berufserfahrung hatte er keine. Sein Deutschniveau lag unter A1.

Der Beratungs- und Vermittlungsprozess

Aufgrund seiner ungenügenden Deutschkenntnisse bestand der erste Schritt für Herrn A. im Spracherwerb. Eritreische Staatsbürger mit Gestattung hatten 2015 noch keinen Anspruch auf einen Integrationskurs, deshalb vermittelten wir ihn im Oktober 2015 in einen ESF-BAMF-Sprachkurs, der durch unseren Kooperationspartner, die Euro-Schulen in Halle durchgeführt wurde. So erreichte Herr A. im Mai 2016 das B1-Niveau. Im Rahmen des Kurses absolvierte er auch ein einmonatiges Praktikum im Bereich IT.

Parallel zum Spracherwerb sollte sein Studium anerkannt werden, weshalb wir ihn zu unserem Kooperationspartner, die Servicestelle IQ "Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung" ST Süd Servicestelle IQ vermittelten. Inzwischen hatte er auch eie Aufenthaltserlaubnis bekommen, sodas er über einen Bildungsträger auch noch den Orientierungskurs absolvieren konnte, welcher fester Bestandteil eines Integrationskurses und für einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland notwendig ist.

Es folgte eine lange Phase von Bewerbungen für Praktika und Ausbildungsplätze, Vorstellungsgespräche und Einstufungstests ohne Erfolg. Von August bis Mitte September 2016 absolvierte Herr A. ein sechswöchiges Praktikum als Fachinformatiker in Halle und anschließend einen B2-Kurs. Im Mai 2017 bekam Herr A. einen Praktikumsplatz bei einer Braunschweiger Softwaregesellschaft als "Testlauf" für eine Ausbildung. Das Praktikum lief gut und er konnte im August 2017 eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration in Braunschweig beginnen. Im Rahmen der Ausbildung beantragen wir erfolgreich die Übernahme der Kosten für einen Führerschein beim Jobcenter und unterstützten Herrn A. bei der Umzugsorganisation.

Herr A. hatte sich mit unserer Hilfe in nur zwei Jahren Sprachkenntnisse Deutsch auf B2-Niveau angeeignet und die Chance auf eine Ausbildung und einen Führerschein erhalten. Er nutzt seine Chancen sehr motoviert, auch über die Landesgrenzen hinaus.







Beginn der Ausbildung - Start in eine gute Bleibeperspektive


Wer hat uns um Beratung ersucht?

Herr A. trat am 08.02.2016 in unser Projekt "Jobbrücke PLUS" im Alter von 22 Jahren ein. Er stammt aus Afghanistan und besaß zum Zeitpunkt des Projekteintritts eine Aufenthaltsgestattung. Die Erwerbstätigkeit war nur mit Genehmigung der Ausländerbehörde gestattet. Im Verlauf des Betreuungsprozesses bekam er eine Duldung mit Arbeitsverbot, da das BAMF entschieden hatte, dass Ungarn für sein Asylverfahren zuständig sei (Dublin-Fall). Dieses Arbeitsverbot wurde später jedoch von der Ausländerbehörde wieder aufgehoben, sodass wir an dem Fall weiterarbeiten konnten, mit der Hoffnung einen Erfolg zu erzielen.

In Afghanistan hatte Herr A. 11 Jahre die Schule besucht und anschließend ca. ein Jahr in einer Bank als Sacharbeiter und später in einem Krankenhaus als Pfleger gearbeitet. Zeugnisse lagen nicht vor. Zum Zeitpunkt der Aufnahme lag Herr A.s Deutschniveau unter A1.


Der Beratungs- und Vermittlungsprozess

In der Erstberatung wurde zusammen mit dem Klienten herausgearbeitet, dass zunäscht der Spracherwerb im Mittelpunkt stehen muss. Es wurde empfohlen, auf eine Ausbildung hinzuarbeiten, um einer möglichen Abschiebung entgegenzuwirken.

Von Februar bis April 2016 absolviert Herr A. einen Kurs "Deutsch für den Beruf - Grundkurs" bei der AWO SPI. Anschließend vermittelten wir ihn in die Maßnahme "Perspektive für junge Flüchlinge" bei der DAA Halle, wo er sich bis Ende 2016 in verschiedenen handwerklichen Bereichen ausprobieren und sein Deutsch weiterhin verbessern konnte. Größtenteils eignete Herr A. sich sein Deutschkenntnisse aber im Selbsstudium an.

Ab 2017 begannen wir mit Bewerbungen für eine Einstiegsqualifizierung plus Sprache als Vorbereitung für die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik. Bis wir Herrn A. schließlich im Februar 2017 bei dem Unternehmen HoffmannGlas GmbH & Co. KG in eine EQ ab März 2018 vermitteln konnten, waren viele Bewerbungen, Telefonate mit Firmen und Behörden, Begleitungen zu Terminen usw. nötig, vor allem auch aufgrund von Herrn A.s unsicheren Aufenthaltsstatus. Selbst als das Unternehmen schon zugesagt hatte, war es nochmal ein enormer Arbeitsaufwand, bis auch die Zustimmung der Ausländerbehörde vorlag. Parallel zu alledem waren wir immer wieder in Kontakt mit dem Sozialamt und Herrn A.s Anwalt, da Fragen hinsichtlich der Fahrtkosten, Lehrbücher und auch der generellen Asylbewerberleistung aufgrund seines "Dublin-Status" geklärt werden musste. Trotz aller Hindernisse wollte das Unternehmen HoffmannGlas nach erfolgreichem Ende der EQ Herrn A. gern in eine Ausbildung ab August übernehmen. Auch hier wiederholten sich die Probleme mit der Zustimmung der Ausländerbehörde, sodass nur durch ständige Telefonate, Mails und Rücksprachen mit Behörden und dem Unternehmen die Ausbildung schließlich doch, wenn auch einen Monat später als geplant, am 01.09.2017 beginnen konnte.

Am 30.11.2017 besuchten wir mit Einverständnis des Unternehmens HoffmannGlas GmbH & Co. KG, um vor Ort von der Geschäftsführung und der Betriebsleitung zu erfahren, ob Herr A. sich gut in das Arbeitsleben integriert hat und ob es noch offene Fragen gibt. In einem produktiven Gespräch erfuhren wir, dass viel gegenseitiges Verständnis vorhanden ist und Herr A. in dem Unternehmen auf einem guten Weg in die Zukunft ist. Anschließend machten wir einige Bilder von Herrn A. an seinem Arbeitsplatz. Er strahlte und sein Gesichtsausdruck war voller Zufriedenheit, was auch uns glücklich machte.







29 Flüchtlinge bei einem regionalen Recyclingunternehmen durch die Unterstützung des Teilprojektes Euro Schulen Bitterfeld-Wolfen fest eingestellt. Der Weg bis dahin war lang … Umso größer die Freude bei allen Beteiligten!


Seit Oktober 2015 arbeitet das Teilprojekt von „Jobbrücke PLUS“ Euro-Schulen Bitterfeld-Wolfen mit dem Arbeitgeber „SOEX Group“, einem Unternehmen im Bereich Alttextilvermarktung und –recycling in Bitterfeld-Wolfen, eng zusammen. Mehr als 50 Flüchtlinge aus verschiedenen Herkunftsländern wurden gemeinsam mit den Projektmitarbeitern Marina Girev und Tawfik Kishk zu Informations- veranstaltungen des Unternehmens eingeladen. Hier wurde über die Tätigkeit und die Arbeits- platzbedingungen sowie über die Möglichkeiten zur Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung informiert. Die Motivation der Teilnehmer war hoch, aber im Umgang mit der deutschen Sprache bestanden bei vielen Teilnehmern noch große Schwierigkeiten. Und auch bis es soweit war, dass die Teilnehmer einer Beschäftigung nachgehen konnten, war es ein langer Weg: Sie mussten sich bei der zuständigen Agentur für Arbeit melden, ein Konto bei der Bank eröffnen, einen Sozialversicherungsausweis bei einer Krankenkasse und eine ID - Nummer beim Finanzamt beantragen. Eine Vorrangprüfung zur Erteilung einer Arbeitserlaubnis erfolgte im Einzelfall über die Ausländerbehörde mit der Agentur für Arbeit. Parallel dazu musste aber zu jedem Arbeitsvertrag, der mit Flüchtlingen abgeschlossen wurde, nicht nur die Zustimmung der Ausländerbehörde vorliegen, sondern auch die der Bundesagentur für Arbeit. Im Falle des Unternehmens SOEX sind wir mit unseren Teilnehmern offene Türen eingerannt. Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Dessau-Roßlau-Wittenberg, Geschäftsstelle Bitterfeld-Wolfen, wurden individuelle MAG´s (Maßnahmen beim Arbeitgeber, gefördert durch die Agentur für Arbeit) über Zeiträume von zwei bis vier Wochen initiiert und durchgeführt. So konnte man feststellen, ob der Arbeitgeber und der zukünftige Arbeitnehmer zusammenpassen. Mittlerweile sind es durch diese Unterstützungsleistungen schon 29 Personen, die im Unternehmen fest angestellt wurden. Die Freude der Teilnehmer kann man kaum beschreiben, sind sie doch endlich in der Lage, ihr eigenes Geld zu verdienen! Und die deutsche Sprache lernt sich dann schon fast „nebenbei“.






Erfolgreiche Integration
Neun Geflüchtete nehmen Arbeit bei Hermes Fulfilment GmbH in Haldensleben auf

   
 
Integration in Deutschland ist möglich - das beweist das Europäische Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft als Mitglied im Projektverbund Jobbrücke PLUS - Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung in/für Sachsen-Anhalt.

Dem Europäischen Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft ist es in Kooperation mit der Hermes Fulfilment GmbH, der Agentur für Arbeit Magdeburg und dem Jobcenter Haldensleben gelungen, neun junge Menschen erfolgreich in Arbeit zu integrieren.


zur Pressemitteilung

 




Jobbrücke PLUS - Teilprojekt AWO SPI Halle leistet in Kooperation mit den regionalen Unternehmen einen Beitrag
zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit


Leben und Arbeiten in Sachsen-Anhalt

In Kooperation mit der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie des Beziks Halle-Magdeburg (Bezirksleiter Erhard Koppitz) gestalten die JobmentorInnen von Jobbrücke PLUS (Izeta Wernitz, Heike Joachimsthaler und Dr. Tarek Ali) aktiv und nachhaltig die Integration von Asylbewerbern, Geduldeten und Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung.
Dabei gehen die beteiligten Akteure abgestimmt, systematisch und zielorientiert vor:
In 3 Phasen beteiligen sich sowohl Flüchtlinge aus Jobbrücke PLUS als auch die Vertreter der regionalen Unternehmen an den Workshops, bei den Begegnungen in den Unternehmen vor Ort und an der anschließenden Auswertung und Planung weiterer Integrationsschritte.
Diese Best Practice zum Mitmachen für Flüchtlinge und Unternehmen hat das Mitgliedermagazin der IG BCE ausführlich und anschaulich veröffentlicht.

Hier zum Bericht (Seiten 3-4)






Best Practice Euro-Schulen Bitterfeld/Wolfen



                                      
Nachwuchs für das Hotel- und Gaststättengewerbe

Derzeit erlebt das Hotel- und Gaststättengewerbe eine Krise. Immer öfter müssen Hotels und Restaurants ihren Betrieb einstellen, weil regional keine Qualifizierten Mitarbeitenden gefunden werden können. Eine jährlich durch den Deutschen Hotel- und Gastättenverband (DEHOGA) durchgeführte Befragung der Branchenunternehmen zeigt, dass die Gewinnung von Fachkräften und Mitarbeitern zu den größten        Herausforderungen dieser Branche zählt.
   





Vom Flüchtling zum Friseurmeister

 
Träumt von seinem eigenen Friseursalon:
Josef Omar aus Syrien

Foto: Bundesregierung


Video: Vom Flüchtling zum Friseurmeister




Integration gelingt nur, wenn sich beide Seiten anstrengen. Mit Fleiß und harter Arbeit will der syrische Flüchtling Josef Omar, Teilnehmer des Projektes "Jobbrücke", sein Ziel erreichen: ein eigener Friseursalon in Magdeburg.

Ein Videoportrait über seinen Integrationsweg finden Sie auf der Internetseite der
Bundeskanzlerin und der Bundesregierung.

 



8. AVW-Unternehmerpreis für Integration ausländischer Fachkräfte und Migranten am 02.12.2015 verliehen


Die Koordination von "Jobbrücke PLUS" SPI GmbH Magdeburg und das Teilprojekt SPI GmbH Halle erhalten
den 3. Platz - herzlichen Dank!


Mit sichtbarem Stolz haben der Geschäftsführer der SPI GmbH Michael Scherschel und die Koordinatorin des Projektverbundes "Jobbrücke PLUS" Larissa Heitzmann den o. g. Unternehmerpreis von Herrn Innenminister Holger Stahlknecht, Herrn Oberbürgermeister der landeshauptstadt Lutz Trümper sozie vom AVW-Vorstandsvorsitzenden Herrn Klaus-Dieter Weber und der AVW-Geschäftsführerin Frau Dr. Sigrun Trognitz entgegengenommen.


 
 



Jobbrücke Jobbruecke Jobchance Arbeit Flüchtlinge Bleiberecht ESF Ausbildung Arbeitserlaubnis Larissa Heitzmann Tahiri Eiff Sachs Duldung Roma Sachsen-Anhalt Integration Magdeburg Sprachkurse Beratung